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    Nach KHZG und KHVVG: was jetzt umzusetzen bleibt

    Die Förderperioden sind abgelaufen. Die Aufgaben, die sie ausgelöst haben, sind es nicht.

    Das Krankenhauszukunftsgesetz und das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz haben die Investitionsentscheidungen der vergangenen Jahre in deutschen Kliniken geprägt. Der Krankenhaustransformationsfonds war mit einem Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro angelegt und hat den Rahmen für strukturelle Vorhaben gesetzt. Diese Phase ist vorbei.

    Was bleibt, ist die Umsetzung. Systeme sind eingeführt, Strukturentscheidungen sind getroffen oder stehen an, und der Betrieb läuft weiter. Die Fragen, die Kliniken jetzt beschäftigen, sind operativ: Wie wird aus eingeführter Technik ein genutzter Prozess, wie werden Standorte zusammengeführt, und wer steuert die Vorhaben neben dem Tagesgeschäft?

    Rückblick: wofür die Programme standen

    Das KHZG war auf digitale Ausstattung ausgerichtet. Patientenportale, digitale Pflegedokumentation und elektronische Medikationserfassung wurden in kurzer Zeit in vielen Häusern eingeführt. Das KHVVG hat den Blick auf die Struktur gelenkt, auf Leistungsgruppen mit Qualitätsvorgaben und auf die Neuordnung der Versorgung.

    Beide Programme haben Vorhaben angestoßen, deren Umsetzung länger dauert als die Förderperiode selbst. Genau dort stehen viele Häuser heute.

    Sechs Felder, die jetzt operativ zu bearbeiten sind

    01

    Strukturreform und Standortkonzentration

    Die Reform verschiebt Leistungen zwischen Standorten und Häusern. Für Kliniken heißt das: Zielbild je Standort schärfen, Kapazitäten anpassen und die Konsequenzen für Bau, Personal und Betrieb durchrechnen, bevor Entscheidungen fallen.

    02

    Verbundbildung

    Träger führen Häuser enger zusammen. Gemeinsame Versorgungsstrukturen, abgestimmte Prozesse und einheitliche Systeme sind der operative Kern dieser Vorhaben, nicht die Fusion auf dem Papier.

    03

    Konsolidierung von Tertiärbereichen und Küchen

    Küche, Wäscherei, Reinigung und Sterilgutversorgung sind häufig historisch gewachsen. Bei Standortkonzentration entscheidet die Neuordnung dieser Bereiche über die Betriebskosten der kommenden Jahre.

    04

    Logistik und Materialfluss

    Wenn Versorgung über mehrere Standorte läuft, wird der Materialfluss zum kritischen Pfad. Transportwege, Pufferflächen, Frequenzen und Automatisierung müssen zum neuen Versorgungsmodell passen.

    05

    Digitalisierung im Betrieb verankern

    Eingeführte Systeme entfalten Nutzen erst über Prozesse, Datenqualität und tatsächliche Nutzung. Eine nüchterne Bestandsaufnahme zeigt, wo nachgesteuert werden muss.

    06

    Externe Programmleitung für die Umsetzung

    Mehrere Vorhaben laufen parallel zum Normalbetrieb. Externe Programmleitung schafft die Steuerungskapazität, die viele Häuser intern nicht vorhalten können.

    Was das für die Beratung bedeutet

    Die Aufgaben liegen nicht mehr im Antrag, sondern in der Umsetzung. Strukturvorhaben planen, Tertiärbereiche neu ordnen, Logistik anpassen, Digitalisierung im Betrieb verankern und all das parallel zum Normalbetrieb steuern. DSC-Consult arbeitet an genau diesen Punkten, von der Bestandsaufnahme über die Variantenarbeit bis zur Programmleitung.

    Häufig gestellte Fragen

    Was bleibt Kliniken nach dem Ende der Förderperioden?

    Die Umsetzung. Krankenhauszukunftsgesetz und Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz haben die Investitionen der vergangenen Jahre geprägt, die Förderperioden sind abgelaufen. Was bleibt, sind eingeführte Systeme, die produktiv genutzt werden müssen, sowie Strukturvorhaben, die aus eigener Kraft zu Ende geführt werden.

    Was bedeutet Strukturreform für die Tertiärbereiche?

    Standortkonzentration und Verbundbildung verändern zuerst die Versorgungsstruktur und damit die Tertiärbereiche. Küche, Wäscherei, Logistik und Sterilgutversorgung sind auf die alte Standortverteilung ausgelegt. Wer Standorte zusammenlegt, muss diese Bereiche neu dimensionieren, sonst entstehen doppelte Strukturen und unnötige Betriebskosten.

    Wie wird der Nutzen eingeführter Digitalsysteme gehoben?

    Über Nutzungsgrad und Prozesse. Viele Systeme sind technisch produktiv, werden aber nur teilweise genutzt oder bilden alte Abläufe ab. Eine Bestandsaufnahme zeigt, wo Prozesse, Schulung und Datenqualität nachzuziehen sind, damit der klinische und wirtschaftliche Nutzen tatsächlich eintritt.

    Welche Rolle spielen die Leistungsgruppen?

    Die Leistungsgruppen definieren Qualitätsanforderungen an Struktur und Prozesse. Viele dieser Anforderungen setzen digitale Dokumentation, strukturierte Datenerfassung und belastbare Auswertbarkeit voraus. Kliniken, die relevante Leistungsgruppen halten wollen, müssen diese Anforderungen operativ erfüllen.

    Wann ist externe Programmleitung sinnvoll?

    Wenn mehrere Vorhaben parallel laufen und die interne Steuerungskapazität dafür nicht ausreicht. Externe Programmleitung bringt Methodik für komplexe Transformationsvorhaben und die Unabhängigkeit mit, die für klare Priorisierung und Entscheidungsqualität nötig ist.